Schamanin Bahya

eine Schamanin, die den schamanischen

Schamanin Bahya
Schamanen-Spuren

Einweihungsweg gegangen ist, um Schamanismus zu lernen. Aus dem Buch Schamanen-Spuren von Greta Hessel

BAHYA – der See im Paradies aus dem die Tiere trinken

Schamanin Bahya
Schamanin Bahya

Auszug: „Während ich mich theoretisch mit dem Schamanismus auseinandersetzte, hatte sich im Zentrum bereits ein Schamane niedergelassen. Neugierig nahm ich Kontakt auf und er lud mich ein, über sein Seminar zu schreiben. Hundert Menschen aus ganz Deutschland kamen angereist. Eine Schwitzhütte wurde gebaut. Trommelmusik erschütterte den Platz. Ich lernte, dass die Beziehung zwischen Mensch und Natur verloren gegangen war, und dass die innere Natur verbunden ist mit der äußeren Natur.

„Jedes Wesen ist eine Verbindung mit uns. Eins der wichtigsten Aspekte ist der Rückzug in die Natur, die Verbindung mit der Essenz des Lebens. Deshalb wurden wir auf diesen Rückzug vorbereitet“, waren die Worte des Schamanen. Ich bemerkte zuerst Widerstand in mir. Ich hatte schon so viel Zeit in der Natur verbracht, aber nichts Außergewöhnliches war passiert.

Trotzdem ließ ich mich auf diesen Rückzug, oder auch Visionquest ein. Wir wurden durch eine Meditation vorbereitet, die uns in die Kindheit zurückführte. Ich spürte nur wieder Trauer.

 Annahme des Krafttieres

Ich packe meinen Rucksack, wir liefen zwei Stunden zu einem entfernt gelegenen Wasserfall. Zielsicher lief ich auf einen Platz zu, der für mich wie bestellt war. Da stand ein Baum, der aussah wie Ganesha. Ganesha ist ein indischer Elefantengott, den ich als Talisman an meiner Kette trug. Ganesha blieb mein Krafttier. Es wurde dunkel, ich setze mich hin und wartete. Wir sollten uns mit unserem wichtigsten Verlust in Verbindung setzen, mit dem größten Wunsch und einer Frage, von der wir gerne eine Antwort wünschten.

Visionsreise

Der Traum am Wasserfall. Mein Verlust war fehlende Liebe und die panische Angst jemand zu verlieren, den ich liebe. Und doch bestanden die letzten Jahre nur im Loslassen, in Verlusten von Menschen. Nach jedem Verlassen wurde ich in einen noch tieferen Schmerz gestoßen, so dass mein Körper mit Krankheiten reagierte. Er wollte nicht mehr verletzt werden. Ich wollte geliebt werden und dennoch zerstörte ich auch alles gleichzeitig. Dann kam die Antwort.

„Du lebst noch zu stark in deinen Emotionen. Du hast als Kind nie Anerkennung bekommen, deswegen kämpfst du immer noch um Erfolg und um Liebe. Du musst jetzt nicht mehr kämpfen, du kannst alles loslassen, hab Vertrauen, du wirst anerkannt und du selbst bist die Liebe“.

Transpersonale Begegnung
Transpersonale Begegnung

 „Ich möchte wissen, ob es richtig für mich ist, den Weg des Heilens zu gehen“, wollte ich noch wissen, fiel aber sofort in tiefem Schlaf. Gegen morgen wurde ich von drei schwedischen Anglern geweckt, die durch den Bach liefen. Ich hatte einen Traum. In diesem Traum war ich einem Freund begegnet, dessen Gesicht ich nicht erkennen konnte. Er wollte zur Schwitzhütte oder Sauna und fragte mich, ob ich ihm den Weg erklären könne. Ich war fast fertig mit meiner Arbeit und bat ihn, auf mich zu warten, dann würde ich mit ihm gehen. Auf dem Weg zur Schwitzhütte sagte er mir.

Spirituelle Begegnung

„Ich wäre dir dankbar, wenn du mir helfen würdest meinen Auftrag zu erfüllen.“ (Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte war, dass hier eine transpersonale Begegnung mit Surja, meinem späteren Lebenspartner stattfand.)

Bei Sonnenaufgang packte ich meine Sachen zusammen, wir gingen zurück. Die Schwitzhütte war bereits vorbereitet, so dass wir gleich hineingehen konnten. In der Schwitzhütte fühlte ich mich wieder allein und traurig.

„Ich will mich nicht opfern, nur für die Anderen da sein.“ und Es antwortete: „Der spirituelle Weg ist ein Weg der Freude und du bist nicht allein“. Wieder wurde ich von einem heftigen Weinkrampf geschüttelt. Ich sagte dann endgültig „ja“ zu meinem Schutzgeist und gab meinen Widerstand auf.

Die erste Einweihung eines Schamanen

Die Taufe: Bahya, der See im Paradies, aus dem die Tiere trinken.

Später am Abend als ein Ritual am Feuer stattfand, hörte ich, wie der Schamane leise meinen Namen aufrief. Wieso ich? dachte ich. Ich habe hier doch eigentlich nichts zu suchen. Trotzdem kniete mich vor ihm hin. Er nahm meine Hände und strahlte mich an.

„Du bist eine wirkliche Schönheit“, sagte er und ich wurde verlegen bis hinter die Ohren. Schweiß brach mir aus allen Poren, mein dreckiges Hemd wurde mir bewusst und die Haare hatte ich auch schon länger nicht mehr gewaschen. Aber er sagte wieder:

Leben im Wald
Leben im Wald

„Du bist eine wirkliche Schönheit. Dein neuer Name wird sein ‚Bahya‘ das bedeutet: ein See im Paradies aus dem die Tiere trinken“. Dabei reichte er mir eine Schüssel mit Milch und drückte Reis in meine Hand. Den Reis sollte ich ins Feuer werfen und dreimal meinen neuen Namen sagen. Dann reichte er mir eine Schüssel mit Honig. Ich steckte meinen Finger rein und schleckte ihn ab. Er nahm eine Schüssel mit Wasser und Erde und taufte mich.

„Die Essenz deines Namens ist ‚innere Schönheit‘. Von nun an wird sich auch deine innere Schönheit entwickeln. Je öfter du deinen Namen benutzt, desto näher kommst du deiner inneren Essenz“. Er küsste mich auf die Stirn.

Leben im Wald

Ich zog mit meinem Zelt in den Wald und stellte fest, dass alle Ameisen beschlossen hatten, mit mir zusammenzuleben. Ich ging zu meinem Lehrer, denn ich hatte ihn gebeten, dass er mein Lehrer sein soll, worauf er geantwortet hatte, dieses sei für ihn eine große Verantwortung und er gab mir den Auftrag, mit den Ameisen Kontakt aufzunehmen. So ging ich wieder zu meinem Platz, zog einen Kreis und sagte:

„Hier in diesem Kreis möchte ich gerne mein Zelt aufstellen. Ich bitte euch nun diesen Platz für mich frei zu machen.“ Dann ging ich fort, damit sie sich einigen konnten. Gegen Abend stellte ich mein Zelt wieder auf und ich sah nie wieder eine Ameise in meinem Zelt. Ich dankte ihnen und wunderte mich überhaupt nicht.

Ich blieb fast drei Monate im Wald. Ich fing an zu akzeptieren, ich umarmte die Bäume und sprach mit den Tieren. Ich war nicht Vergangenheit und nicht Zukunft. Nichts war mehr wichtig. Trommelklänge durchschüttelten mich. Ich tanzte. Nur eins konnte ich nicht stillen, die Sehnsucht nach Shiva, der irgendwo existierte, die unstillbare Sehnsucht meine Zwillingsseele zu finden und die Sehnsucht mich mit meinem Schutzgeist zu vereinigen. Ich stand immer noch erwartungsvoll vor der Tür und konnte nicht durch.

Die Zwillingsseele

Ich ging noch einmal an meinem Platz, um mit Sai Baba zu sprechen.

„Warum wendet sich plötzlich mein Leben?“ fragte ich Ihn.

Heilung durch die Bäume
Heilung durch die Bäume

„Weil du Liebe ausstrahlst. Du sendest und ziehst damit die Liebe und Zuneigung der anderen an. Sie können sich dir gar nicht entziehen, weil du dich hingibst. In der Hingabe liegt die Erfüllung. Hingabe an jeden Menschen, denn Ich bin in jedem Menschen. Wenn du verurteilst, verurteilst du auch Mich. Solange du andere verletzt, verletzt du auch Mich. Nur in der selbstlosen Hingabe und Liebe findest du die Erfüllung. Die Heilung der Bäume hat eine große Wirkung auf dich. Du wirst jetzt viele Menschen anziehen und heilen, deshalb sei nicht traurig über Verluste. Es ist deine Aufgabe zu heilen, sei bereit jederzeit die Sachen zu packen. Du wirst jetzt auf eine große, lange Reise gehen. Ich schicke dir Hilfe, Liebe und Vertrauen. Du wirst einen Begleiter bekommen. Ihr werdet zusammen arbeiten und mir helfen. Ich liebe dich und lasse dich nicht allein.“

Schamanenspuren
Schamanenspuren

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