Schamanen-Spuren Presse

aus Artikel in Connection:

connection_extra2_170Schamanismus – die weibliche Urkraft von Greta Hessel Phil. M.A Ausgabe: Schamanismus und Psychotherapie

Mehr und mehr Therapeuten legen sich eine Zusatzausbildung im Schamanismus zu, bieten Visionquests, Schamanische Reisen, Trommelsessions an. Und waren die ursprünglichen Schamanen nicht auch Psychotherapeuten für ihren Stamm, standen sie nicht zur Heilung und auch Beratung bereit? Der französische Ethnologe Lévi-Strauss sah nur einen grundlegenden Unterschied zwischen Psychoanalyiker und Schamanen, nämlich dass Erstere eher zuhörten, während Letztere zu ihren Patienten sprachen. Hat er recht, oder gibt es noch mehr Unterschiede? Wo liegen die Gemeinsamkeiten, wo überschneiden sich die Bereiche? Mit Beiträgen von Wolf-Dieter Storl Winfried Picard Roland Urban Gerhard Popfinger Anita Aschenbrenner Katja Neumann Wolf Schneider, Rich Schmidt und anderen.

Fernsehauftritte in Mona Lisa,

Talkshow Krimmel & Co im Hessischen Rundfunk am 10.11.95 Zitat: Klaus Krimmel: „Die Sendung hat nicht nur Spass gemacht, sondern ist auch bei den Zuschauern gut angekommen.“

Schamanismus in Deutschland, Vox-Extra, 19.3.96

Pro 7,

Night Moor mit Dieter Moor im Schweizer Fernsehen am 8.12.97,

Spiegel TV Themen Abend am 28.8.94,

Lebenslust & Spiritualität, Spiegel TV Vox TV, 4.9.98

Robert Sebastian: DIE NEUEN HEILER – Wo Kranke wirklich Hilfe finden, Herbig Verlag

Auszug: Greta Hessel-Lübeck

Warum die schöne Schamanin „Bahya“ in die Schattenwelten reist

Der Baumstumpf steht auf einer windumtosten Hocheben. Ich zwänge mich durch den hohlen Stamm und gelande in einen kleinen Tunnel. Von der Decke troft mir Wasser in den Nacken. Ich gehe weiter, auf das Licht am Ende des Tunnels zu…

Ein Trommelwirbel holt mich aus der geheimnisvollen Unterwelt ins Diesseits zurück. Ich liege auf einer Couch, an meiner Seite Bahya, die mich mittels einer Trommelreise in die Schattenwelt geführt hat.

Den Namen Bahya hat ihr der Sufilehrer Jabrane Sebnat verliehen. Er bedeutet soviel wie „Der See im paradies, aus dem die Tiere trinken“….

Welche Fähigkeiten hat eine Schamanin?

ARD-Wunschbox 2000,

Focus TV,  Fliege

Presseartikel in Neue Welt, ALLEGRA, Eschweger Tageszeitung, Freizeit Revue, KGS-Hamburg, SPIRIT, Bad Pyrmonter Tageszeitung, Calenberger Zeitung, Hannoversche Allgemeine, Grenzenlos

Radiosendung bei FNN, Hannover: Schlafstörung

Aus KGS, Hamburg: Christian Salvesen, Journalist schreibt:

„Im Gala-Look schaut sie aus wie Catherine Deneuve, im Alltag lebt sie wie Francoise Sagan, im Herzen träumt sie davon, wieder ein Kind zu sein“; schrieb 1983 die Frauenzeitschrift Madame über Bahya, die damals noch Fotomodell war.

Heute bezeichnet sie sich als Philosophin und Bewusstseinstrainerin, doch in gewisser Hinsicht ist sie immer noch Model, wenn auch in einem umfassenderen Sinn: Modell einer neuen und zugleich ursprünglichen Weiblichkeit. Ihre tiefen, blauen Augen geben Einblick in ein offenes, verletzliches Wesen, das durch bewusstes Leiden zu einer spirituellen Reife gelangt ist.Wie Bahya nach einer weiteren Karriere als Fotografin und Journalistin als 36 jährige schließlich ihrem Drang zur Selbsterkenntnis folgt, Philosophie studiert (mit einem Abschluss über Schamanismus), nach Findhorn und nach Indien reist und über ungewöhnliche Initiationen nicht nur theoretisch, sondern sehr „handfest“ und wirklich zur Schamanin ausgebildet wird, beschreibt sie in ihrem Buch „Einweihungsweg einer Schamanin.“ Lesen Sie weiter unter Presse

Interview mit Bahya:

Salvesen: Bahya, ihr neuer Name, bedeutet: “See im Paradies, aus dem die Tiere trinken. In unserer Gesellschaft, in der das männliche Prinzip des Machens und Beherrrschenwollens offensichtlich stark repräsentiert ist, scheint eine Balance durch das weibliche Prinzip dringend nötig. Ist dies ein Ansatzpunkt in deiner Arbeit?

 Bahya:

Im Matriarchat das vor tausenden von Jahren in allen frühen Kulturen vorherrschte, war die Frau in ihrem Führungsanspruch so weit gegangen, dass als Gegenbewegung das Patriarchat ausgelöst wurde, dessen einseitige Entwicklung wir heute als technischen Fortschritt und Höhepunkt oder Krise erleben. In beiden Entwicklungen ist das weibliche und das männliche Prinzip zu extrem ausgeprägt. Es geht jetzt darum, die richtige Balance zwischen beiden zu finden. Zunächst einmal zeigt sich auf breiter Ebene eine Art Unzufriedenheit mit den bisherigen Werten. Obwohl jeder hier im materiellen Wohlstand lebt, wird doch vielen klar, dass etwas Entscheidendes fehlt. So ist es jedenfalls mir ergangen. Ich wollte innere Werte finden und wandte mich deshalb der Philosophie zu, wurde dabei allerdings ziemlich enttäuscht. Die Philosophen leben in einem Elfenbeinturm, scheuen das Intuitive, die Körperlichkeit, das Weibliche überhaupt. Es gibt kaum Philosophinnen. Die Philosophen haben in ihrem angeblichen Bemühen, zur Weisheit zurückzukehren, nur intellektuelle Konzepte geboten, d.h. das rationale Denken des Mannes zementiert.

 Salvesen: Philosophie ist nicht gerade der beste Weg, zur Weisheit und speziell zur Weiblichkeit zu finden?

 Bahya: Nun, ich wollte durchaus lernen, richtig zu denken: und schließlich bin ich ja auch über die Philosophie zum Schamanismus gekommen. Durch das Buch: Die Metamorphose der Frau“ von einem Philosophen Names Riemann habe ich entdeckt, dass der Schamanismus im Prinzip weiblich ist. Darüber habe ich meine Abschlussarbeit geschrieben, mich aber von der Philosophie abgenabelt, weil ich wusste: „ich komme da nicht weiter.“

Als ich dann von verschiedenen Lehrern praktisch in den Schamanismus eingeführt wurde und zum Teil sehr beängstigende Erfahrungen machte, merkte ich, dass es auch nicht genügt, einfach nur solche Erfahrungen zu machen. Ein mystisches Erlebnis im Wald hilft wenig, wenn die Erkenntnis fehlt, wie solche Erfahrungen einzustufen sind. So habe ich gelernt, dass beide Seiten, die rationale männliche der Philosophie und die intuitive des Schamanismus, wichtig sind; und hier liegt mein Ansatzpunkt, das ist es, was ich Menschen, die in meine Seminare kommen, vermittle. Darin sehe ich das Gleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Prinzip. Der neue Mensch meiner Vision ist androgyn, in sich ausgewogen. Wir sind auf dem Weg dahin. Viele Frauen glauben zur Zeit, sie müssten den Mann mit seinem Ehrgeiz, Erfolg im Beruf etc. Imitieren. Das ist eine Phase, die ich auch durchlaufen habe, als Karrierefrau. Viele Männer kommen auf der anderen Seite stärker in ihre weibliche Energie, jedenfalls die Männer in meinen Seminaren, wo es u.a. darum geht, Kreativität und Intuition mit klarem strategischem Denken zu verbinden.

 Salvesen: Was sind denn die wichtigsten Elemente in deiner schamanischen Arbeit?

 Bahya:

Wir beginnen mit der Erdung, denn ohne eine feste Grundlage, ohne spürbaren Kontakt zur Erde ist keine schamanische Reise, d.h. ein Erleben veränderter Bewußseinszustände, möglich. Zur Verbindung mit Mutter Erde gehört das Ritual der Schwitzhütte. Da ist es warm und eng. Emotionen, wie Wut und Trauer lösen sich auf. Dabei entwickelt sich ein Bewußtsein zu seinen eigenen Schattenanteile: Was will ich annehmen, was projiziere ich auf andere? Erst wenn ich meinen eigenen Schatten erkannt habe, kann ich weiterarbeiten auf dem schamanischen Weg. Des weiteren geht es darum, sich selbst zu lieben. Erst wenn ich das gelernt habe, kann ich eine heile Beziehung zu anderen und zur Umwelt haben.

 Salvesen: Das ist ein oft zu hörender „Lehrsatz“, der wohl nicht immer in seiner ganzen Tragweite erkannt wird.

 Bahya:

Sehr richtig. In diesem Punkt hatte ich einiges zu lernen. Ich war bei den Linken, habe über Atomkraftwerke gewettert und gar nicht bemerkt, dass ich meine eigenen Aggressionen nach außen projiziere. Es ist auch absurd, aktiv im Kampf gegen die Umweltzerstörung mitzuwirken und sich selbst durch Zigarettenrauchen zu zerstören. Selbst bei meinen Findhornbesuchen war ich zuerst aggressiv, bin abends in die Kneipen gegangen und hab Bier getrunken. Ich konnte das heilige Getue in den Gruppen nicht ertragen. Nach Findhorn war ich völlig verwirrt, bis ich zum erstenmal die Stimme meines Schutzgeistes hörte, die sagte: Komm nach Indien! Ich reiste nach Indien. Aus Sorge um meine Gesundheit hatte ich einen ganzen Koffer voller Medikamente eingepackt, aber gerade auf diesen wartete ich am Flughafen vergeblich. Und die Stimme sagte: Du musst mit leeren Händen zu mir kommen, damit ich sie füllen kann.

Allerdings muss  man diese innere Stimme unbedingt unterscheiden von einer pathologischen Stimme, die auch da sein kann. Ich bin verschiedenen Lehrern begegnet die mich in dem Sinne geführt haben, dass sie bestimmte Seiten in mir zum Vorschein gebracht haben, wie z.b. Bernhard, der mich mit meiner Eifersucht konfrontierte und der mir zeigte, was eine Vaterprojektion ist. Auch ich sehe meine Aufgabe darin, das aus den Menschen herauszuholen, was bereits in ihnen ist, um die Schattenseiten bewusst zu machen, ihre positiven Seiten zu stärken und dabei zu helfen, dass man die Verantwortung für sich Selbst zu übernehmen hat.

 

Magazin Einklang

Schamanismus aus philosophischer Sicht. Ein Artikel aus dem Magazin Einklang Ausgabe Juni 2014.

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