Schamanische Beratungspraxis

Meine Lehrer:

 

 

 

1992 traf ich Brant Secunda, er lehrt den heiligen Weg       der Huichol Schamanen

 und etwas später traf ich auf Medizin Man, er führte in Amerika, Schwitzhüttenseminare in den Gefängnissen durch.


Im Centro d’ Ompio bekam ich meinen Namen:
 
Bahya- der See im Paradies, aus dem die Tiere trinken
 
von Jabrane Sebnat.

 Aber am meisten lernte ich bei Bernhard Kornstedt, Schamane am Ith, bei Hannover.

 
Er schrieb über unsere Begegnung: 

"Sie kam zu mir an einem ruhigen Spätwintertag und redete von einem Film über Schamanen den sie drehen wollte, und redete und redete; lauter Worte die nichts mit ihr selbst zu tun hatten.

  

Ein Film über "Schamanen", als könne man die tiefen Geheimnisse und die Regeln des Weges in einem Wort oder einem Bildbericht einfangen. Ich dachte bei mir, du willst etwas über Schamanismus" wissen, über die alte Lehre, na gut, das sind Dinge jenseits der Worte und der Weg fängt immer bei dir selber an, und drückte ihr die Trommel der Großen Mutter in die Hand. Bespannt mit der rauen Haut einer Wildsau, und hoffte insgeheim, dass sie sich ein wenig gruseln würde über diese rohe Heiligkeit. Ganz schüchtern schlug sie eine Zeit darauf und ahnte nicht, dass dies bereits ein Gebet, eine Bitte war.

Danach fing sie an, über sich zu sprechen, sie wollte nichts dringenderes als einen Mann, einen Farbfernseher und zwei Kinder und war völlig verzweifelt und einsam. Ich begriff in welch kalter Hölle sie gezwungen war zu leben und sie fing an mir unendlich leidzutun. Völlig gefangen in einem Muster, das keinerlei wirkliche Nähe und Wärme zuließ, schien es mir ratsam der großen Erdgöttin die Heilung zu überlassen und sie direkt um Rat zu fragen. Also, hin zu dem Höhlenheiligtum.

Auf dem Weg dorthin fing Bahya sofort an, ihre Leidensstrukturen, auf mich zu projizieren, Haarmann der Massenmörder, stand in ihr auf, ein Wirbel von "Bösem Eisen", der sich an meinen harmlosen Bildhauerwerkzeugen in ihr entzündete und den ich noch mit einigen kleinen Gruselgeschichten schürte, um die Struktur ihres Sabotageprogramms richtig hervorzuholen. Sie hat folgerichtig alle ihre Angstsymptome produziert und ist tapfer mitgelaufen. Zur Höhle ist es nur eine knappe Dreiviertelstunde zu Fuß und ich habe mich köstlich amüsiert, richtig geschwitzt hat sie. An ihren Projektionen auf mich hat sich seitdem über ein Jahr nichts geändert, obwohl der Widersacher in ihr sich schon in der Höhle ergeben hat. Immer wieder brachte sie mir ihre Verneinung dar und erst später ging mir auf welchen Sinn dieses Verhalten für mich ergab.


Im Höhlenheiligtum hatte ich den Eindruck, dass die Höhle im Rhythmus meines tiefen Atems schwingt und Bahyas Körper ein anderes Grundmuster lernt. Ferner kamen mir klare Anweisungen über einen rituellen Weg, der ihre Entwicklung sichert.


Den haben wir dann am nächsten Tag begangen. So haben wir da einen Ort, einen Felsen, der die von Männern angerichteten Verletzungen im Geist der Frauen heilt, zu dem sollte sie. Und dort erhielt sie, zu meinem Verwundern, eine Art Dornenkrone, (die man als Erkenntniskranz der Kräfte und des Leidens deuten kann.) Ich sagte ihr noch, dass sie einen neuen Namen bekommen würde von dem Berg und, dass sie ihn selbst rausbekommen müsse.Jetzt anderthalb Jahre später, hat sie ihn sich erworben und eine neue Etappe des Lernens fängt für sie an. Damals war sie noch weit davon entfernt und ihr spirituelles Bewußtsein kaum der Rede wert. Für sie war es zunächst dringend nötig einen Gefährten zu finden, der sie wirklich wärmen und halten konnte, der sie einfach nur lieb hatte. Ich gab ihr eine Meditation mit, die dies Problem behandelte und einige Tage später traf sie Surja und ihre Liebe erfüllte sich.


Was sie für meinen Weg bedeutete ging mir erst einige Wochen später auf. In jener Zeit hatte ich meine Aufgabe, die Widersacherkräfte in ihren Wirkungen zu verstehen und zu transformieren noch nicht erfüllt und stieß immer wieder auf Frauen, deren Leidensprogramm mir Einblick gewährte in dem archetypischen Hintergrund des Sündenfalls, in das spirituelle Wirken der gefallenen Engel. Diesbezüglich war mir Bahyas Geist, ihr höheres Selbst, eine unendliche Hilfe, bei der Bewältigung meiner Aufgabe, weil ich durch ihr persönliches Sabotageprogramm einen zentralen Ansatzpunkt erfuhr und erlernte, ohne den ich mein Ziel nicht hätte erfüllen können.
Natürlich ahnte ihre Person, ihr alltägliches Ich anfänglich so gut wie nichts davon, und ich konnte auch nicht mit ihr darüber sprechen, weil ich meinte, die Diskussion darüber würde sie nur behindern. Als sie dann mehr über Heilkräfte und deren Leitung lernte, versuchte sie mich bewusst persönlich zu unterstützen, wofür ich dankbar bin.


Nun hat sie das Lernprogramm, das ihr die Fee gab, unter deren Schutz und Führung ich sie stellte, erfüllt und sich einen Namen erworben, den ihr die heimische Erde selbst gegeben hat. Damit hat sie ihren eigensten Schlüssel zu den anderen Wesen in und auf dieser Welt gefunden und ist nun Mitglied in dem Reigen des Lebens mit all seinen Wundern und Kenntnissen. Sie ist nach Hause gekommen, in die Umarmung der Erde, als ihre Tochter und wesentlich geworden für die Gottheit. Wie alle, die diesen alten Weg gehen bekam sie ihren Namen weder von mir, noch von einem anderen Menschen, auch nicht durch eine "organisierte Einweihung" oder Kraftübertragung, sondern von der Gottheit direkt, in einem individuellen Austausch mit der großen Mutter und durch ihre persönliche Bemühung, den Impulsen der Göttin immer besser zu folgen.


Für sie war ich der stille Führer, der ihren Weg sicherte und sie geleitete, ohne viel zu sprechen und ich freue mich für sie, dass ihr Lernen nun so sicher und eigenständig ist, wie es nur sein kann. Geborgen unter Großmutters Rock kann sich ihr Leben in Freiheit und Schönheit entfalten und ich bin gespannt auf die Blumen, die in ihren Fußspuren wachsen werden."